Wenn deine Haare brüchig sind und du die gespaltenen Enden schon gar nicht mehr zählen kannst, dann bist du hier genau richtig. Denn stumpfe Haare sind ein SOS-Zeichen und brauchen schnelle Hilfe. Wir wollen in diesem Ratgeber eine neue und deshalb noch sehr unkonventionelle Methode vorstellen. Nachfolgend erfährst du alles zum Thema Haare laminieren.

Wenn wir an das Laminieren denken, dann assoziieren wir diesen Begriff automatisch mit einer bemalten oder bedruckten Seite, welche mittels Hitze in eine Schutzfolie geschweißt wird. Doch die überall erhältlichen Laminiergeräte haben damit nichts zu tun und sollten auch keinesfalls dafür genutzt werden.

Kunststoffschicht für Kopfhaare

Dennoch lässt sich das Laminieren der Haare mit dem Laminieren von Papier vergleichen. Auch hier wird eine dünne Schicht aus Kunststoff um das Haar gelegt. Eben so, wie wir dies bereits von den Laminierfolien für Fotos und Co. kennen. Mit dieser Kunststoffschicht kannst du deine Haare vor Umwelteinflüssen schützen und die Schuppenschicht glätten. Außerdem ist das Laminieren der Haare eine ideale Methode, um Spliss zu versiegeln.

Das Laminieren beim Friseur

Wenn du dich dazu entscheidest deine Haare beim Friseur laminieren zu lassen, wird dieser deine Haare zunächst aufbauen. Dafür finden spezielle Aufbauprodukte auf der Basis von Kollagen oder Keratin Anwendung. Die frisch laminierten Haare werden dann mit speziellen Mitteln behandelt, die verschiedene Polymere, also Kunststoffe aufweisen. Diese Schicht hält drei bis vier Monate und dient dazu, den Glanz auf den Haaren zu erhalten. Die begrenzte Haltbarkeit lässt sich auf das regelmäßige Waschen der Haare zurückführen, wobei die Kunststoffschicht nach und nach ausgespült wird.

Kann ich meine Haare auch selbst laminieren?

Das Laminieren beim Friseur kostet ordentlich Geld. Wenn du es günstiger bevorzugst und lieber selbst für ein glänzendes Ergebnis deiner Haare sorgen möchtest, kannst und auch zu Hause laminieren. Du musst dir auch keine Sorgen machen, da du keine Kunststoffe besorgen musst. Gewöhnliche Speisegelatine aus der Küche tut es auch. Du findest die Gelatine als Pulver in Form von kleinen Papiertütchen im Backregal vieler Supermärkte. Gelatine wird aus tierischen Knochen gewonnen und enthält damit jede Menge Proteine. Diese legen sich schützend um die Haare und bringen diese zum glänzen. Wer es vegan bevorzugt, findet in Agar-Agar eine tierfreie Alternative. Das Pulver wird aus Algen gewonnen und liefert denselben Effekt.

Nachfolgend wollen wir dir verraten, wie du deine Haare mit Gelatine laminieren kannst. Die Angaben beziehen sich auf schulterlanges Haar. Wenn du lange oder sehr dicke Haare hast, kannst du die Menge entsprechend anpassen. Du brauchst dazu:

1 Päckchen Gelatine
3 Esslöffel Wasser (alternativ Tee)
1 Esslöffel Haarkur ohne Silikone
1 Duschhaube

Und so geht’s:

Zunächst wäschst du deine Haare wie gewohnt und verwendest dafür ein normales Shampoo. Nun kochst du die Gelatine mit dem Wasser auf. Wenn du dich für Tee entscheidest, solltest die Sorte an deine Haarfarbe anpassen. Zum Beispiel mit Kamillentee für blondes oder Hagebuttentee für rotes Haar. Jetzt kannst du die Gelatine etwas abkühlen lassen. Achte jedoch darauf, dass diese nicht zu fest wird, da du sie sonst nicht mehr im Haar verteilen kannst und die Wirkung ausbleibt. Die Gelatine wird mit der Haarkur vermischt und gut verrührt im Haar verteilt. Achte darauf, dass du die Mischung im noch feuchten Haar verteilst und die Ansätze dabei aussparst. Diese würden sonst zu fettig werden. Nun setzt du die Duschhaube auf und föhnst diese am besten mit einem Haartrockner an. Die Laminierung sollte 45 einwirken, bevor sie ausgespült wird. Du musst deine Haare kein zweites Mal waschen und kannst diese jetzt wie gewohnt stylen. Die Laminierung hält ein paar Wochen bis diese wieder vollständig ausgespült ist. Und so lange solltest du auch warten, bevor du die Anwendung wiederholst.

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